Seite 18 - SFV Ennepetal

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Kulinarisches Wochenende am Teich
Angelika Trapp
Fischerfest des Sportfischereivereins Ennepetal am Vereinsgelände am Stauweiher Peddenöde.
          
Ennepetal.   Punkt 16 Uhr. So will es die Tradition. „Die „Bouillabaisse ist  fertig!“, rief Chefkoch Klaus Zeiler – und Hungrige stürzten zum  40-Liter-Topf, in dem die französische Spezialität köchelte. Das war  einer der Höhepunkte beim Fischerfest des Sportfischerei-Vereins  Ennepetal am Vereinsgewässer an der Peddenöde.
Alles,  was ein Fischerfest ausmacht, vor allen Dingen viel frischer Fisch,  größtenteils aus eigener Zucht und selbst geräuchert, fand am Wochenende  reißenden Absatz. 500 Forellen und 280 Makrelen gingen direkt aus dem  Räucherofen über die Theke. „Aal, der vom Aussterben bedroht ist, kann  man kaum noch bezahlen“, so Vorsitzender Peter Döring. Da aber zum  jährlichen Fischerfest Aal-Liebhaber anreisen, hat Döring aus einer  Zuchtanstalt die schmackhaften Fische geordert.
Die Unterhaltung für Groß und Klein kam  nicht zu kurz. An beiden Tagen wurde das Schnurrad gedreht. In Fisch-  und Butterrunden konnte man Produkte der Region gewinnen; in  „Herrenrunden“ ein Fässchen Bier. Dazwischen gab es auch „Kinder-Runden“  mit schönen Preisen. Die Vereinsjugend bot Armbrustschießen und  Zielwerfen mit der Angel, wo Gäste ihre Treffsicherheit unter Beweis  stellen konnten. Allein am Samstag waren Hunderte Besucher gekommen,  saßen unter freiem Himmel oder in der gemütlichen Café-Stube. „Am  Sonntag kommen erfahrungsgemäß noch mehr Gäste“, ist Peter Döring stolz  auf die Beliebtheit des Fischerfestes.
Alle,  die keinen Fisch mochten, konnten zu deftiger Erbsensuppe sowie Brat-  und Bockwürstchen reifen. Die Fischer-Frauen hatten für selbst  gebackenen Kuchen und frische Waffeln gesorgt.
Peter  Döring selbst unterhielt die Gäste mit lustigen Anekdoten. So erzählte  er, aus dem Rhein einmal eine zwei Meter lange, schwere Folie geangelt  zu haben, wo er schon glaubte, den „Fang seines Lebens“ gemacht zu  haben.
Schweigsame Angler ein Gerücht
Dass  übrigens ein Angler schweigsam am Gewässerrand sitzen müsse, sei „alles  Geschwätz“, behauptet Döring. Derjenige wolle nur selbst seine Ruhe  haben. „Im Gegenteil: Bachforellen sind sehr neugierig. Wenn diese  oberhalb ihres Lebensraumes Stimmen wahrnehmen, denken sie, es kommt  eine leckere Mahlzeit in Form von Insekten an“. Also: Man könne beruhigt  am Gewässerrand ein Liedchen trällern.
Döring  gab einen Tipp für seine im Kollegenkreis beliebte Fischpaste: Forelle  nach dem Räuchern filettieren, im Küchenmixer zerkleinern; 1 bis 2 EL  Créme fraîche und 1 ½ TL mittelscharfen Senf dazugeben. Die Paste auf  Pumpernickel mit ein wenig Kaviar geben. „Köstlich!“, schwärmte der  Fisch-Experte. Gleichzeitig behauptete er, nie und nimmer würde  „Chefkoch“ Zeiler die Zutaten für die Bouillabaisse, wobei nur Edelfisch  verarbeitet wird, preisgeben. „Berufsstolz“. Wenn Sie das unten  stehende Rezept lesen, wissen Sie, dass wir die kleine Wette gewonnen  haben. Lediglich ein bestimmtes Gewürz bleibt sein gut gehütetes  Geheimnis.
Das Fest endete mit der großen Tombola. Wertvolle Preise wie Kaffee-Vollautomat oder Fahrrad lockten.
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