Seite 21 - SFV Ennepetal

Direkt zum Seiteninhalt
WP       zurück zur übersicht
Hochwasserschutz in der Peddenöde
Die  Untere Wasserbehörde fordert zur Umsetzung der Ziele zur  Wasserrahmenrichtlinie auf. Der Fischerei-Verein Ennepetal bittet die  Stadt um Hilfe.
Carmen Thomaschewski
         
  Hochwasserschutz                                                                                                                             
     
Foto: Carmen Thomaschewski
Der Blick auf den großen Angelteich Peddenöde: 2001 hat  der Sportfischerei-Verein Ennepetal e.V. 1960 das Gelände erworben. Die  Untere Wasserbehörde fordert nun vom Verein, die

Ennepetal.  
     
Der Hochwasserschutz ist zukünftig auch an der Peddenöde ein großes  Thema. Die Untere Wasserbehörde des EN-Kreises hat den Betreiber der  Teiche, den Sportfischereiverein Ennepetal, aufgefordert, den Nachweis  der Standsicherheit für die Stauanlage zu erbringen und die ökologische  Durchgängigkeit der Ennepe in diesem Bereich herzustellen. Forderungen  im Rahmen der Wasserrahmenrichtlinie, die große Umbauten nach sich  ziehen, und für den Verein finanziell nicht zu leisten sind. Deshalb  haben sich die Aktiven nun bei der Stadt gemeldet und um Unterstützung  gebeten. Das könnte sich wiederum für beide Seiten bezahlt machen.
Der  Stadt wurde bereits von der Bezirksregierung Arnsberg Fördermittel in  Höhe von bis zu 80 Prozent der Kosten der Maßnahme in Aussicht gestellt, vorausgesetzt sie würde die Planung übernehmen und die entsprechenden  Anträge stellen. 90 Prozent sind sogar möglich, wenn die Kommune in der Haushaltssicherung ist. Der Verein wiederum würde aus rechtlichen  Gründen keine finanzielle Unterstützung erhalten und müsste die Maßnahme  aus eigener Tasche zahlen. „Das ist für uns absolut nicht zu schaffen“,  erklärt der Vorsitzende Peter Doering. „Dann wären wir bankrott.“ Und  wenn das wiederum passieren sollte, wäre die Stadt ohnehin in der  Pflicht, die Wasserrahmenrichtlinie umzusetzen.
Aus diesem Grund hat sich der  Umweltausschuss dafür ausgesprochen, die Erarbeitung einer  Machbarkeitsstudie zur Prüfung von Umsetzungsalternativen zum Umbau der  Stauanlage Peddenöde in Auftrag zu geben. Die Kosten für die Studie und  eventuell erforderliche Untersuchungen stehen im Haushaltsjahr 2016 mit geschätzten 8 000 bis 10 000 Euro zur Verfügung. Auch der Verein hat  sich bereit erklärt, sich an der Maßnahme zu beteiligen. Die Mitglieder  hoffen, dass nach der Umgestaltung eine ausreichend große Fläche für die  Angler übrig bleibt. Peter Doering betont, dass etwa ein Drittel des  großes Teiches ausreichen würde. Auf den kleineren könne man ganz  verzichten.
Verein bittet Stadt um Hilfe
Schon  seit Jahrzehnten ist der Verein Betreiber der beiden Teichanlagen an  der L 699. Im Jahr 1979 ging das Staurecht vom Ruhrverband auf den Sportfischereiverein über. 2001 wurde das Gelände erworben. Einst diente  das Gewässer als Rückhaltebecken eines Hammerwerkes, heute wird es als  Angelteich genutzt. Auf dem Grundstück befinden sich nicht nur ein  großer und ein kleiner Teich, sondern auch das Clubhaus sowie die  Aufzuchtbecken. Es ist Naturschutz- und Landschaftsschutzgebiet, besitzt  eine große Artenvielfalt, gleich mehrere Eisvogelpaare leben hier, und  auch optisch hat die Fläche entlang der Landesstraße einiges zu bieten.
Der  Unteren Wasserbehörde geht es um zwei Punkte: Der Hauptschluss der  Ennepe soll zukünftig nicht mehr nur alleine durch den Teich, sondern  entweder ganz oder in Teilen an ihm vorbei fließen. Und die Behörde  fordert den Nachweis der Standsicherheit für die Stauanlage. Das  bedeutet verkürzt gesagt, dass das Bauwerk auch extremen Situationen  stand halten muss. Ansonsten muss es um- oder gar abgebaut werden. Die  Politik hat die Verwaltung nun beauftragt, drei Varianten auf  Machbarkeit, Kosten und Förderfähigkeit zu prüfen. Die Ziele der Stadt  sind klar formuliert: die ökologische Gesamtaufwertung des Bereichs, den  von der Behörde geforderten Hochwasserschutz und die ökologische  Durchgängigkeit der Ennepe zu erreichen sowie den Artenschutz zu  gewährleisten.
Auch der Fischereiverein  soll zukünftig weiter an dem Standort bleiben. Peter Doering erklärte,  dass ein Drittel der Teichfläche ausreichen würden. Außerdem soll geprüft werden, ob eine Wasserkraftnutzung möglich ist. Im Sommer 2017  könnten die Arbeiten an der Peddenöde bereits beginnen.

                    
Zurück zum Seiteninhalt